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Umbenennung der Hedwig-Heyl-Straße Antrag vom: 9.07.09
Herrn Stadtrat Schumacher 09.07.09 Peterstraße 3
Hier: Aufnahme eines Tagesordnungspunktes für die Sitzung des Kulturausschusses am 18.08.09. Beratungsfolge: Kulturausschuss, Verkehrsausschuss, Rat
Sehr geehrter Herr Schumacher
Für die nächste Sitzung des Kulturausschusses am 18.08.09 beantragt die Linksfraktion die Aufnahme des Tagesordnungspunktes:
Umbenennung der Hedwig-Heyl-Straße.
Begründung:
Bewunderin Adolf Hitlers ist als Namensgeberin nicht tragbar.
Die Linke.Oldenburg fordert die Umbenennung der Hedwig-Heyl-Straße. Aufgrund ihrer Bewunderung für die nationalsozialistische Ideologie und ihrer rassistischen, antisemitischen und nationalistischen Äußerungen ist Hedwig Heyl nicht als Namensgeberin einer Straße in Oldenburg tragbar. Als Vorsitzende des Frauenbundes der Deutschen Kolonialgesellschaft wirkte sie Anfang des 20. Jahrhunderts mit an der rassistischen Strategie, so genannte Mischehen zwischen deutschen Kolonialisten und einheimischen Frauen in den deutschen Kolonien zu verhindern. 1933 schwärmte sie in einem Brief für Adolf Hitler, den sie als "mit Gott ausgerüstet" ansah und auf den sie große Hoffnungen setzte. Außerdem äußerte sie sich kurz nach der Machtübernahme der Nazis in antisemitischer Manier zu der von ihr so genannten "Judenfrage" und sprach sich mit rassistischem Vokabular für eine völkische Politik aus.
Andere Städte haben daher längst reagiert: So wurde in Berlin jüngst eine Gedenktafel zu Ehren Hedwig Heyls entfernt, und bereits 1999 wurden zwei Schulen in Frankfurt und Hannover, die den Namen Hedwig Heyls trugen, unbenannt.
http://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/hedwig-heyl/
Mit freundlichem Gruß i. A. Andreas Hollweg
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